Machen Sie sich die neuentdeckte und erstaunliche Wirkung der vollen Getreidekörner richtig zunutze!

Überraschend nachhaltige Effekte von Vollkorngetreide abhängig von der Zubereitung

Vollkorngetreide hilft gesunde und stabile Blutzuckerwerte zu erreichen und spendet somit Energie und Wohlbefinden. Ein neuentdeckter Effekt zeigt, dass dies viel nachhaltiger geschieht als bisher angenommen. Denn nicht nur unmittelbar nach dem Verzehr, sondern auch nach der darauffolgenden Mahlzeit können positive Wirkungen beobachtet werden – sogar wenn die zweite Mahlzeit kaum komplexe Kohlenhydrate enthält.

Diesen Zusammenhang beschreibt ein wissenschaftlicher Artikel in „Journal of Nutrition and Metabolism, Volume 2012“, der mehrere aktuelle Studien zur Wirkung von Getreide in verschiedenen Verarbeitungsstadien zusammenfasst.
Am spannendsten dabei ist, dass diese ausgleichende und nachhaltige Wirkung des Getreides auf den Blutzucker und somit auch auf den Säure-Basen Haushalt nur dann auftritt, wenn das Getreide so wenig wie möglich verarbeitet worden ist.

Vermahlung und Temperatureinwirkung: alle Inhaltsstoffe da, Wirkung jedoch weg?

Wird das Vollkorngetreide (Weizen, Dinkel, Hafer) sehr fein gemahlen und bei üblichen Temperaturen gebacken, zeigt der Blutzucker nur wenig niedrigere Werte wie nach dem Verzehr von Weißbrot. 
Dies überrascht, denn im Vollkornbrot sind letzten Endes alle Inhaltsstoffe der vollen Getreidekörner enthalten. Nur wurden diese eben in mehreren Schritten verarbeitet und stark erhitzt. Werden die Getreidekörner als Ganzes gekocht und statt des Vollkornbrots serviert, ist der Blutzuckerwert stabil und niedrig. Die ausgleichende Wirkung auf den Blutzuckerwert bleibt sogar nach der darauffolgenden Mahlzeit hinaus erhalten, fast unabhängig von der genauen Zusammensetzung der Folgemahlzeit.

Auch wenn das Getreide grob gemahlen und bei niedrigen Temperaturen gebacken wird (wie z.B. bei Pumpernickelbrot), erzielt man eine ähnlich nachhaltige Wirkung auf den Blutzuckerwert.
Der Verarbeitungsgrad ist also entscheidend für die Verfügbarkeit der Nährstoffe und für die Wirkung auf den Stoffwechsel. Je weniger verarbeitet und je geringer die Temperatureinwirkung, desto positiver und nachhaltiger die Wirkung.

Ergänzend dazu ist anzumerken, dass je weniger das Getreide erhitzt wird, es umso basischer im Körper wirkt. Rohe Getreideflocken sowie Getreidekeimlinge sind diesbezüglich eine unschlagbar gesunde Wahl!

Volle Wirkung auf Stoffwechsel nur bei natürlicher Körnerzusammensetzung

Es bleibt also die Frage, welche Inhaltsstoffe für die gesundheitsfördernde Wirkung des wenig verarbeiteten Getreides verantwortlich sind. Sind es die wertvollen Ballaststoffe aus den Kernrandschichten oder doch eher die vitalstoffreichen Keimlinge aus den Körnern?

Genau dies haben mehrere Studien in weiteren Schritten auch untersucht. Das Ergebnis: ob Keimlinge oder nur die Kleie oder eine ausgeklügelte Mischung von beiden – die Wirkung der frischen Körner, die als Ganzes roh oder gekocht verzehrt werden, kann kaum übertroffen werden.

Beste Qualität zum richtigen Zeitpunkt – beste Effekte

Chronobiologisch gesehen ist es optimal, Getreide (grundsätzlich als möglichst naturbelassenes Vollkorngetreide) morgens und mittags zu essen, damit es am Körper die optimalen Effekte erzielen kann. 
Morgens, wenn die Zellrezeptoren von Natur aus sehr empfindlich auf Zucker sind, ist es wichtig, dass die Menge an Vollkorngetreide dem eigenen Stoffwechsel und der Lebensweise angepasst ist. So kann man von einer langanhaltenden Versorgung mit Energie (anhand des langsamen Zuckers in den Getreidekörnern) und wichtigen Vitamin- und Mineralstoffen wie z.B. B-Vitamine, Calcium, Eisen, Magnesium profitieren – ohne unnötiges Fett und Körpersäure zu produzieren.

Ein Verzicht auf Getreide ist nur abends sinnvoll, damit die nächtlichen Reparatur- und Regenerationsprozesse nicht durch eine zusätzliche Insulinausschüttung gestört werden.

Empfehlung: alle Vollkorngetreidekörner (Dinkel, Hafer, Roggen, Reis usw.) gekeimt oder als Flocken, roh oder gekocht.

Beispiel Nährstoffauszug – 60 g unverarbeitete Haferkörner:

Ballaststoffe: 30 g
Vitamin B1: 1,8 mg
Vitamin B6: 2,7 mg
Magnesium: 390 mg

Beispiel Gesamtbedarf eines Erwachsenen pro Tag:
Ballaststoffe: 30 g
Vitamin B1: 1,3 mg
Vitamin B6: 1,6 mg
Magnesium: 400 mg

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